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Posts Tagged ‘USA’

Seit ich vor einiger Zeit auf die Kurzgeschichte „Diagnose Exitus“ stieß, die deutsche Übersetzung von Bierces „A Diagnosis of Death„, hat es mir Ambrose Bierce angetan. Vielleicht entdeckt Ihr ihn ja auch für Euch.

Viel habe ich übrigens über ihn hier erfahren:
Triumph der zynischen Vernunft – Der amerikanische Schriftsteller Ambrose Bierce: http://www.tour-literatur.de/Autoren_texte/bierce.htm
Und ich wurde dadurch auch aufmerksam auf diesen Kurzfilm von Robert Enrico:

„La Rivière du Hibou“ (1962)
nach der Erzählung  „Ein Ereignis an der Owl-Creek-Brücke“ von Ambrose Bierce:

„An Occurence at Owl Creek Bridge“ von Ambrose Bierce (engl. Text)

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Zum Schluss noch ein Zitat:
„Abendland: Jener Teil der Welt, der westlich (bzw. östlich) des Morgenlandes liegt. Größtenteils bewohnt von Christen, einem mächtigen Unterstamm der Hypokriten, dessen wichtigste Gewerbe Mord und Betrug sind, von ihnen gern ’Krieg’ und ’Handel’ genannt. Dies sind auch die wichtigsten Gewerbe des Morgenlands. “ – The Devil’s Dictionary
zu finden hier.

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…war die erste Situationskomödie – neudeutsch: Sitcom -, die in den 50er Jahren von CBS (Columbia Broadcasting System) vor Publikum aufgezeichnet wurde – die Lacher waren also echt.
Alles dreht sich in dieser Show um die rothaarige Hausfrau Lucy Ricardo geb. McGillicudy (Lucille Ball) und ihren Mann kubanischer Herkunft Ricky Ricardo, Entertainer im Nachtclub Tropicana (Desi Arnaz). Rickys Freunde Fred und Ethel Mertz sind in allen Folgen ihre streitsüchtigen treuen Begleiter. Gespielt werden sie von William Frawley und Vivian Vance.
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In dieser Folge hat Ricky Probleme mit dem Englischen. Übrigens sind Sprachprobleme nicht nur in dieser Folge ein Streitpunkt, denn auch Lucy hat Probleme mit der Muttersprache ihres Mannes.
Nach Rickys Problemen mit der Aussprache im Englischen habe ich diesen Aussprache-Guide aus dem Netz gefischt: Forvo
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Das einzige Filmmaterial von „Behind-the-Scenes“ der legendären Sitcom,
das überlebt hat – in Schwarz/Weiß + Farbe.

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Wann endlich kapieren wir?
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20.7.2013:          Schade, verschwunden. 😦

Dafür nun diese Doku – auch sehr sehenswert!

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Die  Highlights vom Genfer Autosalon 2012:
http://www.spiegel.de/thema/genfer_auto_salon/

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Die (geheimen) Vorteile von Elektro-Autos:
http://www.utopia.de/galerie/die-geheimen-vorteile-von-elektro-autos

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Ich habe ihn doch noch geschafft! Na, was wohl? Meinen ersten
Hüpfer über den großen Teich bis nach Amerika. Einige Geschwister
meines Opas dampften damals um 1880 per Auswandererschiff über
den Atlantik nach New York – da war ich per Flieger doch um ein
weniges schneller in Chicago.

Mit ein bisschen mehr Beinfreiheit wäre es noch schöner gewesen und
ohne die Streckübungen der alten Lady vor mir, die ihre Arme über
den Kopf nach hinten beugte und mit ihren beringten Fingern meinen
Bildschirm schmückte. Gerade wollte ich ihr zärtlich die Händchen
streicheln, da zog sie sie zurück. Soll ja auch gar nicht gut sein, wenn
das Blut die Finger nicht mehr erreicht!

In Chicago holte uns unsere 92jährige Tante mit ihrem Wagen ab –
doch wirklich! Nach einer zweistündigen Fahrt landeten wir wohlbe-
halten bei ihr in Milwaukee, Wisconsin und ein wunderschöner Urlaub
begann.

wednesday, 10.24. 001

http://de.wikipedia.org/wiki/Wisconsin

Die ganze Zeit über hatten wir herrlich sonniges Herbstwetter! Am
ersten Abend aßen wir sogar bei 22° noch draußen auf der Terrasse!
Am Tag darauf blies uns ein frischer Wind in die Stadt zum beein-
druckenden Milwaukee Art Museum, gebaut von dem spanischen
Architekten Santiago Calatrava, wo wir uns die Martín Ramirez-
Ausstellung ansahen.

wednesday, 10.24. 004

wednesday, 10.24. 008Milwaukee Art Museum

http://mam.org/exhibitions/exhibition_details.aspx?ID=86

Jetzt erzähle ich Euch noch ein Indianermärchen – schließlich war ich
in einer Gegend, wo viele Stämme ihre Heimat haben. Den Stamm der
Susquehanna-Indianer, von dem dieses Märchen stammt, gibt es
traurigerweise nicht mehr. Die Susquehannas waren in Maryland ,
Pennsylvania  und  New York   zuhause.

Sie haben sich nach dem Fluß Susquehanna (Sasquesahanough)
benannt, der durch alle drei Staaten fließt und wohl ziemlich schlammig
war – vielleicht ja immer noch ist, denn ihr Name bedeutet “Volk des
schlammigen Flusses“.
Um 1763 wurden die letzten Susquehannas ermordet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Susquehannock


Wie Mais, Bohnen und Tabak entstanden sind

Ein Susquehanna-Indianer, der sich von einem Missionar die
Geschichte der Sintflut hatte erzählen lassen, gedachte jenen dafür mit
folgender Sage zu belohnen:

„Am Anfang hatten unsere Väter nur Fleisch zu essen, und wenn sie
einmal auf der Jagd unglücklich gewesen waren, so mußten sie bitteren
Hunger leiden.

Nun hatten einst zwei Jäger einen fetten Bären getötet und ein Feuer
angezündet, um einige Stücke davon zu braten, als eine große,
blendend schöne Frau aus den Wolken kam und sich vor ihnen auf die
Rocky Mountains niederließ. Da sagte der eine zum anderen: ‚Das ist
ein Geist, der unseren Braten gerochen hat; komm, laß uns ihm ein
Stückchen opfern.‘

Darauf opferten sie ihr den besten Leckerbissen – die Zunge nämlich.
‚Kommt nach einem Jahr wieder her‘, sagte sie darauf, ‚und ihr werdet
sehen, daß ich nicht vergessen habe, eure Freundlichkeit zu belohnen.‘

Als sie die Gegend wieder besuchten, fanden sie ringsum alles mit den
nützlichsten Pflanzen bewachsen; die Stellen, die ihre rechte Hand
berührt hatte, trugen Mais, und diejenigen, auf die sie die linke
gerichtet hatte, trugen Bohnen. Da, wo sie gesessen war, wuchs die
köstliche Tabakspflanze.“

„Ach“, entgegnete darauf unwillig der Missionar, „wie könnt ihr doch
an solche dumme Fabeln glauben, die irgendein müßiger Kopf von
euch ausgeheckt hat? Was ich euch aber erzählt habe, ist die reinste
Wahrheit und stammt aus dem Mund des Allmächtigen selbst!“

„Mein Freund“, erwiderte der beleidigte Indianer darauf, „es scheint,
daß man bei deiner Erziehung doch die Hauptsache vergessen hat. Du
sahst, daß wir so höflich waren, deine fabelhafte Geschichte zu
glauben; warum glaubst du nun die unsrige nicht ebenfalls?“


SUSQUEHANNOCK   HISTORY: 
http://www.dickshovel.com/susque.html

Anti-War Movement in Oshkosh: http://www.uwosh.edu/archives/algoma/movement.htm

A WISCONSIN SHOCK AND AWE ANNIVERSARY: http://www.youtube.com/watch?v=G9Vi6l3oPJM

In Oshkosh waren wir auch, einer Stadt an der Mündung des
Fox Rivers in den Winnebago-See. Oshkosh heißt sie nach
Häuptling Oshkosh (=Kralle) der Menominees, dessen Verhandlungs-
geschick es die Menominees verdanken, daß sie noch immer in ihrem
traditionellen Stammesgebiet leben, in dem sie seit etwa 5000 Jahren
beheimatet sind.

Der den Menominees heilige Wolf River

Wade Fernandez – https://myspace.com/wadefernandez/video/native-solo-/2999740
Live Native American flute, vocals, hand drum, acoustic singer songwriter, native flute & piano improv.


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Ein erstes Hallo Euch allen!

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Hier ist es nun mein erstes Blog – leider ohne Fotos – das Hochladen will einfach nicht klappen. Drum sucht sie bitte selbst unter dem Link weiter unten. 14.11.07: Habe es nun doch geschafft!

Beim Herumstöbern fiel mir das Buch des Dänen Jacob Holdt „Bilder aus Amerika“ mal wieder in die Hände. Es erschien 1978 im S.Fischer Verlag und die Fotos sind zum großen Teil noch schwarz-weiß!

http://www.american-pictures.com/english/index.html

Wie Jacob Holdt fünf Jahre lang durch Amerika vagabundierte, unter schlimmsten aber auch fürstlichsten Bedingungen lebte und überlebte, ist mehr als beeindruckend.

4 x wurde er Opfer von bewaffneten Raubüberfallen
2 x entkam er Messerattacken
2 x zielten ängstliche Polizisten mit Gewehren auf ihn
1 x wurde er von 10 – 15 Schwarzen in einer dunklen Allee fast getötet
1 x wurde er aus dem Hinterhalt vom Ku Klux Klan überfallen
Außerdem flogen ihm öfter mal Querschläger um den Kopf.

2 x wurde er vom FBI und
4 x mal vom Secret Service verhaftet
Er lebte zusammen mit 3 Mördern und zahllosen Kriminellen

„….aber ich habe nie einen bösen Amerikaner getroffen!“

1970 kehrte Jacob Holdt Dänemark den Rücken. Er war enttäuscht von seinen Landsleuten. Er hatte erkannt, wie schuldig der Westen in Vietnam geworden war. Ein junger Amerikaner, der bei ihm wohnte, hatte ihm die Augen für das Unrecht des Vietnam-Krieges geöffnet und ihn für den Widerstand dagegen begeistert. Er wollte die Dänen wachrütteln. Doch sein und seiner Freunde Einsatz für Vietnam beeindruckte sie nur wenig. Am Tage nach der My-Lai-Nacht haute Jacob ab, niedergeschlagen und desillusioniert, Er hatte erkannt, dass seine Arbeit aussichtslos war. Enttäuscht darüber, dass die 25 Jahre andauernden Massaker gegenüber einem anderen Volk der dänischen Bevölkerung noch immer nicht bewusst geworden waren, ja dass sie noch immer nicht ahnte, was eigentlich in Indochina vor sich ging …und nun auch froh, diese gleichgültige Gesellschaft hinter sich lassen zu können, machte er sich auf nach Amerika mit 40 Dollar in der Tasche. Er war 24 Jahre alt.

Fünf Jahre lang trampte er vagabundierend durch Amerika, lebte vom Blutspenden und schlief, wo man ihm einen Schlafplatz bot – bei arm und reich. Weil seine Eltern seinen Berichten kaum glaubten, kaufte er sich für 30 Dollar eine Kamera in einer Pfandleihe. In den ersten drei Jahren war ihm das Vagabundieren allerdings noch wichtiger als das Fotographieren und auch später dienten seine Bilder in erster Linie dazu, seine Beobachtungen zu verdeutlichen. Meistens sind es Schnappschüsse.

Hier ein Auszug – sein Bericht über Alfonsos Familie:
„In Baltimore begleitete ich Alfonso nachts durch die Straßen, wenn er Leute überfiel und bestahl, um zu überleben. Seine Frau hatte in einem Kaffeerestaurant gearbeitet, wo sie wöchentlich einhundertzwanzig Mark verdiente, was nicht ausreicht, um sechs Kinder ernähren zu können. Alfonso und seine Frau liebten einander und ihre Kinder, aber um zu überleben, mußte er einfach auf der Straße rauben.
Ich half ihm, indem ich in Baltimore Schuhe für die Kinder stahl, und er machte mich bekannt mit der kriminellen Unterwelt der Stadt. Auf diese Weise war er in der Lage, seine Wohnung schön einzurichten und sich ein paar Mal im Jahr ein Auto zu leisten, um die Kinder hinaus in die Natur zu fahren.
Als ich ein Jahr später wieder zurückkehrte sahen seine Kinder sehr betrübt aus. Man berichtete mir, dass Alfonso zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Und im Gefängnis stellte ich fest, dass man gemeinsam mit ihm auch seinen ältesten Sohn eingesperrt hatte. Als die Familie plötzlich auf die Einnahmen des Vaters verzichten mußte, hatte der älteste Sohn versucht mit einem Bankraub der Familie aus ihren wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu helfen.
Unten sieht man Alfonsos Frau zu Besuch im Gefängnis. In den kommenden sechs Jahren wird sie ihren Mann nicht berühren dürfen, und sie kann ihn nur über laute Telefone hören, die abgehört werden.

Foto aus „Bilder aus Amerika“ von Jacob Holdt, S.Fischer Verlag 1978.

Tausende schwarzer Ehen sind auf diese Weise aufgelöst worden. Damit hat die moderne Gesellschaft die Traditionen der primitiveren Form des Kapitalismus während der Sklavenzeit fortgesetzt, indem sie die schwarze Familie zerstört und Verhältnisse schafft, die auf jeden Fall die Liebe in der Familie versiegen lassen. Heute muß die Familie von Alfonso Not leiden, die Kinder müssen selbst zurechtkommen und im Hause verfällt alles. Leider ist die Familie Alfonsos ein typisches Beipiel für das Phänomen, das die schwarze Familie durch die gesamte amerikanische Geschichte charakterisiert. Die Unterdrückung innerhalb der Heren-Sklaven-Gesellschaft hat dem schwarzen Mann seine Gleichberechtigung und seine eigene Männlichkeit verweigert, da beide das Bestehen des Verhältnisses Herr-Sklave bedroht haben würden.“

Das Blättern in dem Buch hatte mich neugierig gemacht und ich wollte nun wissen, ob ich nach über 30 Jahren etwas darüber im Internet finden würde. Ich habe etwas gefunden und ich finde es sehr beeindruckend, wie Jacob Holdt sich noch immer einsetzt. Heute sagt man, es gäbe keine Vorbilder mehr! Ich finde, Jacob Holdt ist ein solches Vorbild!  Ihr findet sein Buch inklusive der Fotos nun online und noch einiges Beeindruckende mehr – in englischer und dänischer Sprache! Doch seht es Euch selbst an:
http://www.american-pictures.com/english/index.html

Update 6.9.2013

Jacob Holdt liebt den Rassismus zu Tode:  http://www.vice.com/de/read/jacob-holdt-liebt-den-rassismus-zu-tode?Contentpage=1   von Barbara Dabrowska, Februar 2012

USA in den Siebzigern – Vereinigte Alpträume von Amerika:  http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a6045/l0/l0/F.html  von Christoph Gunkel, Januar 2010

Hippie-Vagabund mit der Kamera – Jacob Holdts Reise in die Abgründe der amerikanischen Gesellschaft,
http://web.archive.org/web/20070927212441/http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,ngr5tbniylwta37m~cm.asp ,
WDR, Sonntag, 22. April 2007

Jacob Holdt, HP – http://www.american-pictures.com/english/jacob/

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! Haftungsausschluss !

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