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Archive for the ‘Allerlei’ Category

Dass Wissenschaftler des Britischen Museums in London zunächst an eine Fälschung glaubten, als sie 1798 den Balg eines Schnabeltieres (Ornithorhynchus anatinus) sahen, den sie zusammen mit einigen Zeichnungen aus Australien erhielten, kann ich gut verstehen. Dieser Mix aus Ente, Biber und Otter sieht ja wirklich ziemlich fantastisch aus. Als eierlegendes Säugetier (Kloakentier) wurde es übrigens erst 1884 anerkannt.
Der Naturforscher George Shaw (1751-1813) hat als Erster das Schnabeltier (Platypus) untersucht und dessen wissenschaftliche Erstbeschreibung (1799) angefertigt.

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Paul Grimault (1905-1994) – http://www.paulgrimault.com/

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Die Vogelscheuche
Die Raben rufen: „Krah, krah, krah!
Wer steht denn da, wer steht denn da?
Wir fürchten uns nicht, wir fürchten uns nicht
vor dir mit deinem Brillengesicht.

Wir wissen ja ganz genau,
du bist nicht Mann, du bist nicht Frau.
Du kannst ja nicht zwei Schritte gehn
und bleibst bei Wind und Wetter stehn.

Christian Morgenstern (1871-1914)
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Erzähler: Sancho Gracia
Autor und Direktor: Marco Besas
Animation / Drawings: Carlos Lascano
Original Music: Fernando Cascales
Producer: Juan Manuel Díaz
Sound Design: Antonio Garrido
Editor and Effects: Carlos Lascano
3D Animation and Models: Fernando Cascales
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Gerade habe ich mal wieder  in diesen „Fairy Tales from the Far North“ geblättert und die Illustrationen bewundert. Natürlich habe ich nicht nur geblättert, wo ich doch Märchen so liebe. 🙂 Besonders angetan haben es mir immer schon die Illustrationen von Theodor Kittelsen. Übrigens hat er mit seinen Zeichnungen seinen Landsleuten erst gezeigt, wie norwegische Trolle aussehen. 

Hier eines der vielen Videos, die es im Netz zu seinen Illustrationen gibt –

und hier eine tolle Seite über Trolle – http://www.trollmoon.com/

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Auf dem Weg zum Markt kamen mir gestern zwei Mädchen entgegen. Ich hörte, wie die eine sagte: 
„Tot, toter, am totesten“.
Kurzes Schweigen, dann die andere:
„Ja aber… Also, die Hecke hier ist grün und diese da hat viel weniger gelbe Blätter, die ist noch grüner, aber schau, dort hinten ist eine, die ist voll grün, die ist am grünsten.“ …
Ich musste schmunzeln. Schon waren sie vorüber. Schade, ich hätte ihnen gern noch länger beim Steigern zugehört. 

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Europastadt und die östlichste Stadt Deutschlands ist eine wunderschöne Stadt an der Neiße, die im zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde und die wir schon in einigen Filmen bewundern durften, wie zum Beispiel in dem 2002 gedrehten Film „In 80 Tagen um die Welt“ als Paris des 19. Jahrhunderts oder in dem Film „Der Vorleser“ als Heidelberg des Jahres 1950. 
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rlitz
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„Ein junger Handwerksbursche, der gerade auf der Wanderschaft unterwegs war, kam an einem Spätnachmittag zum Stadttore hinein. Die Tür zur Klosterkirche am Obermarkt stand offen, und weil es gerade zur Abendmesse läutete, trat der Wanderer mit ein. Vom weiten Weg müde, lehnte er den Kopf an eine Bank und schlummerte unversehens ein. Er fiel niemand auf, und nicht einmal der Pförtner bemerkte ihn mehr, als er die Tür abschloss. …“ 
so beginnt „Die Sage vom Kötzelmönch“ aus Görlitz. 
http://www.goerlitz.de/de/stadtleben/stadtgeschichte/sagen/die-sage-vom-kloetzelmoench.html

Diese schöne, so gut erhaltene alte Stadt möchte man am liebsten sofort besuchen. Jedenfalls mir geht es so. Allerdings dann doch lieber auf unsere moderne Art per Auto oder Zug und nicht auf Schusters Rappen wie der junge Handwerksbursche und ich denke, auch nicht so, wie Gustav Freytag (1816-1895) das Reisen im 18. Jahrhundert in seinem „Bilder aus der deutschen Vergangenheit“ beschreibt und es eigentlich ja dem Alter Görlitz’ angemessen wäre. 

…“Unter den Tagesereignissen ist das interessanteste Ankunft und Abfahrt des Postwagens. Gern bewegt sich der Spaziergänger um diese Zeit in der Nähe der Post. Die gewöhnliche Landpost ist ein sehr langsames, unbehilfliches Beförderungsmittel, ihr Schneckengang ist noch fünfzig Jahre später berüchtigt; Kunststraßen gibt es nirgends in Deutschland, erst nach dem Siebenjährigen Krieg werden die ersten Chausseen gebaut, auch diese schlecht. Wer bequem reisen will, nimmt Extrapost; sorgfältig wird darauf gehalten, zu größerer Geldersparnis alle Plätze zu besetzen, und in den Lokalblättern, welche seit kurzer Zeit in den meisten größeren Städten und Residenzen existieren, wird zuweilen ein Reisegefährte gesucht. Zu weiten Reisen werden eigens Wagen gekauft, am Ende der Reise wieder verkauft; die schlechten Wege geben den Posthaltern das Recht, auch einem leichten Wagen vier Pferde vorzuspannen, dann ist es wohl eine Bevorzugung des Reisenden, wenn ihm von der Regierung eine Lizenz gegeben wird, nur zwei Pferde Extrapost nehmen zu dürfen. Wer nicht so wohlhabend ist, sucht einen Retourwagen, solche Reisegelegenheiten werden mehrere Tage vorher angekündigt. Ist zwischen zwei Orten starke Verbindung, so gehen außer der ordinären Post und einer schnelleren Postkutsche auch konzessionierte Landkutschen an bestimmten Tagen. Sie vorzugsweise vermitteln den Personenverkehr des Volkes. Von Dresden nach Berlin im Jahre 1750 alle vierzehn Tage, nach Altenburg, Chemnitz, Freiberg, Zwickau einmal wöchentlich; nach Bautzen und Görlitz war die Zahl der Passagiere nicht so sicher, daß der Kutscher jede Woche an bestimmtem Tag abgehen konnte; nach Meißen gingen das grüne und das rote Marktschiff, jedes einmal wöchentlich hin und zurück. Man reiste auch mit der besten Fuhre sehr langsam. Fünf Meilen den Tag, zwei Stunden die Meile scheint der gewöhnliche Fortschritt gewesen zu sein. Eine Entfernung von zwanzig Meilen war zu Wagen nicht unter drei Tagen zu durchmessen, in der Regel wurden vier dazu gebraucht. Als im Juli des Jahres, welches hier geschildert wird, Klopstock mit Gleim in leichtem Wagen durch vier Pferde gezogen, von Halberstadt nach Magdeburg sechs Meilen in sechs Stunden fuhr, fand er die Schnelligkeit so außerordentlich, daß er sie mit dem Wettlauf der olympischen Spiele verglich. Waren aber die Landstraßen gerade schlecht, was in der Regenzeit des Frühlings und Herbstes regelmäßig eintrat, so vermied man die Reise, betrachtete die unvermeidliche als ein Wagnis, bei dem es ohne schmerzliche Abenteuer selten abging. Im Jahre 1764 war den Hannoveranern merkwürdig, daß ihre Gesandtschaft zur Kaiserkrönung trotz der schlechten Wege ohne allen Schaden, Umwerfen und Beinbruch, nach Frankfurt a. M. durchgedrungen war, nur eine Achse war zerbrochen. – So ist die Reise ein wohl zu überlegendes Unternehmen, welches schwerlich ohne längere Vorbereitungen durchgeführt wird; und das Eintreffen fremder Reisender in einer Stadt ist ein Tagesereignis; neugierig umsteht die Menge den anhaltenden Wagen. Nur in den größeren Handelsstädten sind die Gasthöfe modisch eingerichtet, Leipzig ist deswegen berühmt. Gern kehrte man bei Bekannten ein, in steter Rücksicht auf die Kosten, denn auch wer reiste, der rechnete genau. Aber wer irgend Ansprüche machte, scheute eine Fußreise, die Unsicherheit, unsaubere Herbergen und rohe Begegnung; noch waren wohlgekleidete Fußreisende, welche die Landschaft bewunderten, ganz unerhört.“…  http://gutenberg.spiegel.de/buch/3712/48

Übrigens… der Kabarettist Werner Finck (1902-1978) war Görlitzer:

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In Phanta’s Schloß – Abenddämmerung

Eine runzelige Alte, 
schleicht die Abenddämmerung,
gebückten Ganges
durchs Gefild
und sammelt und sammelt
das letzte Licht
in ihre Schürze.

Vom Wiesenrain,
von den Hüttendächern,
von den Stämmen des Walds,
nimmt sie es fort.
Und dann
humpelt sie mühsam
den Berg hinauf
und sammelt und sammelt
die letzte Sonne
in ihre Schürze.

Droben umschlingt ihr
mit Halsen und Küssen
ihr Töchterchen Nacht
den Nacken
und greift begierig
ins ängstlich verschlossene
Schurztuch.

Als es sein Händchen
wieder herauszieht,
ist es schneeweiß,
als wär es mit Mehl
rings überpudert.

Und die Kleine,
längst gewitzt,
tupft mit dem
niedlichen Zeigefinger
den ganzen Himmel voll
und jauchzt laut auf
in kindlicher Freude.
Ganz unten aber
macht sie einen großen,
runden Tupfen –
das ist der Mond.

Mütterchen Dämmerung
sieht ihr mit mildem
Lächeln zu.
Und dann geht es
langsam
zu Bette.
Christian Morgenstern (1871-1914)

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Das passt doch ganz gut zusammen! 😉

 

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Ich finde es großartig, dass uns das Getty Museum Aufnahmen frei zugänglich macht! 🙂

Hier der Link zur Seite mit allen open content Bildern:
http://search.getty.edu/gateway/search?q=&cat=highlight&f=%22Open+Content+Images%22&rows=10&srt=a&dir=s&pg=1
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