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Posts Tagged ‘Geschichte’

Wer Spaß daran hat, Städte – in diesem Fall Dublin – literarisch zu entdecken, dem lege ich diese drei illustrierten Bändchen (englisch) von AtItAgain! ans Herz:

„Romping through Ulysses

RompingThroughUlysses_ At it Again72a

At it Again! Romping through Ulysses Inside_1

„Romping through Dracula

Romping through Dracula by At it Again! RRP €8 low res  72a

„Romping through Dorian Gray

Romping Through DorianGray by At it Again! RRP €8 low  res 72a

AtItAgain! führt uns mit diesen Heften im praktischenTaschenformat auf unterhaltsame Weise durchs Dublin von James Joyce, Bram Stoker und Oscar Wilde.

Am 1. Februar 2016 erscheint ein weiteres Bändchen  – „Romping through Dubliners“ -, in dem AtItAgain! mit uns durch die 15 Erzählungen „tobt“, in denen James Joyce die Welt des Kleinbürgertums im Dublin der Jahrhundertwende beschreibt.
http://atitagain.ie/exploring-dublin-with-james-joyces-dubliners/

Zur Zeit ist AtItAgain! mit einem Stand auf der Messe „Showcase„, Irlands internationaler Kreativmesse in Dublin (24.-27.Januar 2016), vertreten:
http://www.showcaseireland.com/exhibitors/info/at-it-again

Homepage: http://www.atitagain.ie/
Facebook :  http://www.facebook.com/atitagain/
Twitter:       http://twitter.com/AtitAgainDublin
Etsy:           http://www.etsy.com/de/shop/AtitAgainDublin

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Ferdinand Freiligrath hat Robert Burns‘ Gedicht von 1795: „A Man’s  a Man for A‘ That“ zum ersten Mal 1843 unter dem Titel „Trotz alledem“  ins Deutsche übertragen. Die erste Zeile lautete: „Ob Armuth euer Loos auch sei“.  Im Zuge der Märzrevolution folgte 1848 eine zweite Nachdichtung mit diesem Anfang: „Das war ’ne heiße Märzenzeit, trotz Regen, Schnee und alledem“.

Ausführlich wird die Geschichte dieses Robert Burns‘ Liedes und seiner Nachdichtung im Historisch-kritischen Liederlexikon beschrieben.
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Ed Miller berichtet zu Beginn seines Vortrags von der bewegenden Eröffnung des  Schottischen Parlaments am 1. Juli 1999, bei der Sheena Wellington dieses Lied sang:
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Engl. Text:  http://celtic-lyrics.com/lyrics/8.html
Dt. Text (1848):  http://www.volksliederarchiv.de/text2535.html
Neuester dt. Text von Hannes Wader:  http://www.songtextemania.com/trotz_alledem_iii_songtext_hannes_wader.html

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Einfach grandios, dass ich mir heute dieses griechische Wunderwerk, den Mechanismus von Antikythera mal eben so am PC ansehen und erklären lassen kann. Erst im November 1900 nach über 2000 Jahren im Wasser wurde er in der Ägäis nahe der Insel Antikythera aus einem römischen Wrack geborgen und seitdem haben Wissenschaftler sein Geheimnis fast enträtselt. Sie wissen, dass man damit einst die Position der Gestirne berechnet hat,aber sie wissen zum Beispiel noch nicht ganz genau, wozu.
http://www.zeit.de/2006/49/A-Antikythera/komplettansicht

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Wie 1605 in Straßburg die moderne Zeitung entstand 

Unscheinbar und ohne jede journalistische Idee“

von Johannes Weber, 15. April 2005

„Die Geburt der modernen Zeitung vollzieht sich im Herbst 1605, und zwar an der politischen Peripherie des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, im elsässischen Straßburg. Für die Historiographie ist es ein besonderer Glücksfall, dass sich eine Geburtsurkunde erhalten hat, die den Akt in vollkommen unmissverständlicher Weise dokumentiert. Es handelt sich um eine „supplication“, eine Bittschrift also, die der junge Buchhändler, Zeitungsschreiber und Druckereiinhaber Johann Carolus an den Rat der Stadt richtet. Ziel seiner Eingabe ist es, die „Freyheit“ – also ein Privileg, und das heißt: ein örtliches Herstellungsmonopol – für ein neuartiges Produkt seiner Presse zu erhalten. (…)“
Quelle: http://journalistik-journal.lookingintomedia.com/?p=29

Relation: 
Aller Fuernemmen und gedenckwuerdigen Historien /
 so sich hin unnd wider in Hoch- und Nieder-Teutschland /
 auch in Franckreich/Italien/Schott und Engelland/
Hisspanien/Hungern/Polen/Siebenbürgen/
Wallachey/Moldaw/Türckey/etc Inn 
diesem 1609. Jahr verlauffen 
und zutragen möchte.
 
Alles auff das trewlichst wie
ich solche bekommen und zu wegen
bringen mag/ in Truck ver=
fertigen will.

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Besser? Wohl kaum. Jedenfalls nicht, wenn ich Leopold Mozarts Gedanken zur Besoldung lese. Eher genauso schlimm, wenn ich mir unsere heutige Lohnpolitik ansehe. Man könnte schier verzweifeln. Ob der angeblich ja mit Verstand gesegnete und vernunftbegabte Mensch wohl je rechtzeitig aus seinen Fehlern lernt?

Am 27. Oktober 1770 schrieb Leopold Mozart aus Mailand an seine Frau Anna Maria über seine Gedanken zu Besoldung und Armut:

„… beÿ so kleinς Besoldungς werdς wir mit der Zeit nichts als
bettler sehς. die armς Hofbedientς habς kaum den hunger zu stillς, und da ihre
Kindς nichts lernς, weil die Mittl fehlς, so wachsς sie als Müssiggeher auf,
und die Statt wird in Zeit von 20 Jahrς mit einer Menge unützer Leuthe
voll seÿn, die im Elend leben und so wohl dem Hof als dem ganzen Publico
[S. 3]  zur Last sind. Man wird in wenig Jahrς, ja von jahre zu Jahre sehς, daß ich die
Wahrheit rede. Wen man alles will heurathς lassς, und eine Statt bevölkerς will,
so muß man zum voraus schon wissς, wie man diesen Leutς Arbeit und folglich
zu lebς giebt. Eine Statt mit Bettler zu bevölkern, ist ganz was leichtes.Arbeit,
und Verdienst muß man ihnς verschaffς könς; dan ist die bevölkerung gut.“
Quelle:  http://dme.mozarteum.at/DME/briefe/letter.php?mid=777&cat

Leopold Mozart – http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Mozart
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Stellt Euch vor, da finden Bauern in Mazedonien beim Umgraben ihrer Felder doch tatsächlich kistenweise Buddeln aus dem ersten Weltkrieg und die voller Cognac – die Marschverpflegung der französischen Soldaten! Neidisch könnte man werden! Und schmecken soll er wie der Nektar der Götter!

Ende 1990 wurden die ersten Flaschen in Gradesnica und Umgebung gefunden und noch immer liegen genug davon in der Erde. Natürlich lockt diese Köstlichkeit Touristen an, darunter besonders viele aus Frankreich, die diesen göttlichen Tropfen genießen wollen oder um sich gar selbst auf Schatzsuche zu begeben – werden doch für eine unversehrte Flasche bis zu 5000 Euro gezahlt.


Mehr Informationen dazu

http://tourismus-in-mazedonien.blogspot.com/2011/04/cognac-aus-dem-ersten-weltkrieg-lockt.html


In diesem Gedicht von Gottfried August Bürger (31.12.1747 – 8.6.1794) wird auch sehr eifrg nach einem Schatz gegraben.
Na sowas, heute ist Bürgers Todestag!

Die Schatzgräber

Ein Winzer, der am Tode lag,
rief seine Kinder an und sprach:
„In unserm Weinberg liegt ein Schatz,
grabt nur danach!“-„An welchem Platz?“
schrie alles laut den Vater an.
„Grabt nur!“ O weh! da starb der Mann.
Kaum war der Alte beigeschafft,
so grub man nach aus Leibeskraft.
Mit Hacke, Karst und Sparten ward
der Weinberg um und um geschart.
Da war kein Kloß, der ruhig blieb;
man warf die Erde gar durchs Sieb
und zog die Harken kreuz und quer
nach jedem Steinchen hin und her
Allein, da ward kein Schatz verspürt,
und jeder hielt sich angeführt.
Doch kaum erschien das nächste Jahr,
so nahm man mit Erstaunen war,
daß jede Rebe dreifach trug.
Da wurden erst die Söhne klug
und gruben nun jahrein, jahraus
des Schatzes immer mehr heraus.

Dieses Video hat zwar mit dieser Geschichte nichts zu tun, aber mit Cognac. Mir gefiel es und deshalb also nun „Le slam du cognac“:

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Wer hat bloß den Rasen erfunden? Bestimmt einer, der sich zu Tode langweilte. Hätte er’s nur getan! Es hätte uns vor der Sklaverei im eigenen Garten gerettet.

Ich stelle mir vor, dass Mensch am Fenster stand und vor lauter Gras seine Blumen nicht mehr sah und, da er sich ja gerade furchtbar langweilte, auf die hirnrissige Idee kam, das Gras zu kürzen. Nach langem Geschnipsel war das Gras dann endlich kurz genug und er betrachtete zufrieden seine Blumen. Aber seine Freude dauerte nicht gerade sehr lang. Jetzt war ihm das Gras nicht schön genug. Es war flecktig, zeigte kahle Stellen und Kräuter wuchsen auch noch darinnen, die in das Grün überhaupt nicht hineinpassten. Kurz, es störte sein Auge erheblich.
Also erfand Mensch dann alles Mögliche und Unmögliche für ein das Auge verwöhnendes, wohltuendes gleichmäßig sattes Grün. Rasenmäher, Vertikutierer, Kantenschneider und und und… alles Dinge, die ihm die Arbeit erleichterten.
Erleichterten? Mindestens einmal die Woche antreten zur Rasenpflege, das soll erleichternd sein? Erleichternd wäre es, wenn Mensch gar keine Arbeit mehr mit dem Rasen hätte.
Ja und genau dafür hat Mensch den Kunstrasen erfunden.
Man befreie die Rasenfläche von natürlichem Rasen und lege sie mit Kunstrasen aus. Zehn Jahre mindestens ist Mensch nun von dieser Skavenarbeit befreit.
Wie liebe ich meine Wiese!

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